Hohe Wasserqualität Lange Lebensdauer
Heizungswasser wird in geschlossenen Kreislaufsystemen verwendet und steht in ständigem Kontakt mit den Rohrleitungen, Heizkörpern und anderen Komponenten. Eine schlechte Wasserqualität kann zu verschiedenen Problemen führen, wie z. B. Korrosion, Kalkablagerungen oder Mikroorganismenwachstum, die die Effizienz des Systems beeinträchtigen und zu teuren Reparaturen führen können.
Die Heizungswasserqualität ist entscheidend für die Funktion und Lebensdauer des Systems.
Eine gründliche Wasseranalyse hilft, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen, wie etwa die Bildung von Korrosion, Kalkablagerungen oder die Verbreitung von Mikroorganismen.
Wichtige Kriterien für die Heizungswasserqualität sind:
Korrosionsschutz
Für das Korrosionspotential von metallischen Werkstoffen ist neben dem Sauerstoffzutritt und dem pH-Wert in erster Linie die elektrische Leitfähigkeit des Umlaufwasser verantwortlich.
Je geringer die el. Leitfähigkeit in µs/cm gemessen, desto geringer das Korrosionspotential. Bei el. Leitfähigkeiten < 100 µs/cm ist die wasserseitige Korrosion weitestgehend ausgebremst.
Dies wird durch entsalzen des Füllwasser erreicht via Mischbettharze oder Osmoseverfahren.
Kalkschutz
In Gebieten mit hartem Wasser ist es notwendig, die Härte des Wassers zu kontrollieren, um Kalkablagerungen zu verhindern, die die Wärmeübertragung beeinträchtigen und zu Verstopfungen führen können.
Je härter das Füllwasser, desto höher die elektrische Leitfähigkeit. Faustformel: Wasserhärte x 30 ~ el. Leitfähigkeit und umgekehrt. Durch das Entsalzen werden auch alle Härtebildner entfernt.
Vollentsalztes Wasser (VE-Wasser) ist also immer auch gleichzeitig enthärtetes Wasser < 1°dH.
pH-Wert
Er bestimmt die Säure- oder Alkalität des Wassers. Ein zu niedriger oder hoher pH-Wert kann Korrosion auf metallischen Werkstoffen auch ohne Sauerstoffzutritt verursachen.
Ein passender pH-Wert zwischen pH 7,5-9 mit Aluminium und 8,2-10 mit Eisenwerkstoff gilt als passendes Fenster. Entscheidend ist eine mögliche Verfärbung der Heizwasserprobe.
Bleibt diese auch nach ca. 5 min. in einem offenen Gefäß klar und ohne Sedimente, so kann auch ein tieferer pH-Wert bei Eisenwerkstoff toleriert werden.
Messung der elektrischen Leitfähigkeit und pH-Wert
Bitte beachten Sie dass bei einem Kombimessgerät dieses zunächst gründlich vor der Benutzung, am Besten mit der zu beprobenden Flüssigkeit gespült werden muss, um die Messsonde von Restmengen der KCL-Lösung zu reinigen. Das Messergebnis der elektrischen Leitfähigkeit würde sonst verfälscht werden. Bei der Storage-Solution handelt es sich um eine stark konzentrierte Salzlösung. Entsprechend hoch und damit falsch würde die elektrische Leitfähigkeit ausfallen. Gehen Sie Analog zur pH-Wert Messung mit der Probe vor. Tauchen Sie die Messsonde vollständig in die Probenahmeflüssigkeit und warten ca. 2 Minuten die Temperaturkompensation ab, bis sich der Messwert stabilisiert.
Umrechnungsfaktor Wasserhärte bei Trinkwasser
Die elektrische Leitfähigkeit ist ein Maß für Gesamtgehalt an Mineralien im Wasser. Bei nicht behandeltem Trinkwasser besteht der Mineraliengehalt praktisch ausschließlich aus den Härtebildnern Kalzium und Magnesium. Aus diesem Grunde kann der Mineraliengehalt mit einem Faktor in Wasserhärte umgerechnet werden. Der Messwert in Mikrosiemens dividiert durch 20 ergibt die Wasserhärte in °fH. Der Messwert in Mikrosiemens dividiert durch 30 ergibt die Wasserhärte in °dH.
Hinweis:
Ein Kalibrieren der Messsonde zur Messung der elektrischen Leitfähigkeit ist nicht zwingend erforderlich. Da es sich um eine Kombimesssonde handelt wird die Lebensdauer durch die pH-Messsonde bestimmt. I.d.R 12 – 18 Monate bei guter Pflege. Tauchen Sie die Messsonde gelegentlich für ein paar Minuten in leichte Zitronensäure oder Kaffeemaschinen-Entkalkter zur Entfernung von Belägen an den Messsonden der elektrischen Leitfähigkeit.
Wichtig
Die Beschaffenheit des Heizungswassers nach VDI 2035 sollte ein farbloses, klares Aussehen ohne sedimentierende Stoffe aufweisen. Abweichungen des pH-Wertes bis 7,5 können dann noch toleriert werden, wenn eine Heizungswasserprobe auch nach ca. 5 Min. noch klar und ohne sedimentierende Stoffe ist (Korrosionserscheinung).
Mögliches Heizungswasser ohne ELYSATOR mit Korrosionserscheinungen
Heizungswasser mit ELYSATOR, salzarme Fahrweise und Sauerstoffbindung

